Vorzeigeprojekt der Seniorenverpflegung reduziert Foodwaste
Das Louise-Ebert-Haus in Heidelberg setzt auf innovative und ressourcenschonende Lösungen. Das Seniorenheim der AWO Baden hat über drei Jahre konsequent an nachhaltigen Verbesserungen gearbeitet und ein beeindruckendes Ziel erreicht: In der Verpflegung der Heidelberger Seniorinnen und Senioren wurden Essensreste um 40 Prozent reduziert.
Im gemeinsamen Projekt mit apetito catering hat ein engagiertes Team aus Verantwortlichen der AWO Baden, Küchenmitarbeitenden, Pflegekräften und Beratern von apetito catering intensiv zusammengearbeitet, mit regelmäßige Meetings, klaren Zielsetzungen und einer strukturierten Analyse der Abläufe. Ziel des Projekts war, Lebensmittelabfälle messbar zu reduzieren und gleichzeitig die hohe Qualität der Verpflegung sowie die Lebensqualität und Zufriedenheit der Bewohner weiter zu stärken.
Der Erfolg ist beachtlich: Durch gezielte Maßnahmen wie optimierte Bestellprozesse, eine fein abgestimmte Produktionsplanung, ein wirksames Feedbacksystem und die Sensibilisierung aller Mitarbeitenden konnten die Lebensmittelabfälle um 40 Prozent reduziert werden. Konkret bedeutet das: 54 Gramm weniger Foodwaste pro Bewohner und Tag – insgesamt rund zwei Tonnen gerettete Lebensmittel pro Jahr. Eine Leistung, die im Branchenvergleich weit über dem Durchschnitt liegt und Maßstäbe für die Seniorenverpflegung setzt.
„Dieses Projekt zeigt, wie wirtschaftliche Effizienz und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen und wie innovative Ansätze und Teamwork die Zukunft der Gemeinschaftsverpflegung positiv beeinflussen können“, sagt Maria Bewer aus dem Nachhaltigkeitsmanagement von apetito catering. „Es ist unser Ziel, diese Ansätze stetig weiterzuentwickeln. Mit unserer Erfahrung und unserem Engagement stehen wir bereit, Veränderungen aktiv voranzutreiben.“
Die enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten hat nicht nur Lebensmittelabfälle reduziert, sondern auch einen wertvollen Beitrag für Umwelt und Gesellschaft geleistet. Ein inspirierendes Beispiel für die gesamte Branche.
Denn gestiegene Kosten in der Gemeinschaftsverpflegung stellen viele Einrichtungen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig wächst der gesellschaftliche Anspruch, mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen. In Deutschland werden jährlich rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt – 18 Prozent davon entstehen in der Außer-Haus-Verpflegung. Die nationale Strategie gegen Lebensmittelverschwendung verfolgt das Ziel, diese Mengen bis 2030 zu halbieren. Das kann durch konsequente Verbesserungen gelingen, wie im Louise-Ebert-Haus in Heidelberg.